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Indien und Sri Lanka - Wissenswertes

Indien

Indien

Indien wird im Norden durch den Himalaya begrenzt, aus dem der Ganges entspringt, im Süden durch die 7000km lange Küste zum indischen Ozean. Etwa 300 km westlich im arabischen Meer befinden sich die Korallenatolle von Lakshadweep mit den Inselgruppen der Lakkadiven und Amindiven sowie die Insel Minicoy.
In Richtung Südosten in 1.000 und 1.600 km Entfernung, schon fast in Indonesien, erstrecken sich die Andamanen und Nikobaren.

Im Norden treten jahreszeitlich deutliche Temperaturschwankungen auf, wohingegen im Süden es konstant ganzjährig heiß ist. Ab Juni bringt der Westmonsun in den meisten Regionen bis September/Oktober ergiebigen Regen.

Sri Lanka

Sri Lanka / Ceylon

Bis 1972 hieß Sri Lanka noch Ceylon.
Das Klima Sri Lankas ist tropisch, im Westen immerfeucht mit Regenwald (Regenschwerpunkt Mai und Oktober) im Osten eher trocken (relativ wenige Niederschläge im November und Dezember). Die Temperaturen liegen an den Küsten im jahresweiten Durchschnitt um die 30 Grad.
Das Land erlitt beim Tsunami 2004 wie die ganze Region erhebliche Verluste an Menschenleben und Material.

Sri Lanka leidet permanent unter dem Konflikt der einheimischen Tamilen mit der Bevölkerungsmehrheit singhalesischer Herkunft. Erst im Frühjahr 2007 führte eine Großoffensive gegen die Tamilen-Rebellen und ein Sprengstoffanschlag fast zu einem offenen Krieg.

Das prachtvolle Land

Sri Lanka – bedeutet soviel wie „Das prachtvolle Land“. Und dies ist es heute noch.

Im fünften Jahrhundert vor Christi bereits siedelten Singhalesen auf Sri Lanka. Sie betrieben bereits eine sehr hochentwickelte Landwirtschaft. Ihre meisterlich angelegten Bewässerungsanlagen begeistern die Besucher Sri Lankas noch heute.
Die freiheitliche Regierungsform der damaligen Zeit beflügelte den kulturellen Fortschritt.
In der Mitte des dritten Jahrhunderts v.Chr. war die Hauptstadt Anuradhapura bis in den Mittelmeerraum bekannt.
Der natürliche Reichtum Sri Lankas und seine strategische Lage machten es oft zum Ziel von Eroberern. Unter deren Druck wurde die Hauptstadt Anuradhapura nach zehn Jahrhunderten aufgegeben. Die neue Hauptstadt wurde Polonnaruwa, dann Kurunegala im felsigen Wald, danach Kotte in der Nähe von Colombo und schließlich Kandy auf dem Kandy-Hügel. Dort hatte das singhalesische Königreich seinen letzten Sitz.
Die Portugiesen besetzten die Küstengebiete im 16. Jahrhundert, bis im 17. Jahrhundert die Holländer kamen. 1796 fielen die Engländer ein. Das bisher unabhängige Königtum Kandy beugte sich erst 1815. Damit aber wurde die Insel eine britische Kronkolonie, die den Namen "Ceylon" führte. Unabhängigkeitsstatus erlangte Sri Lanka 1948 und wurde eine sich selbst regierende Demokratie innerhalb des Britischen Commonwealth. Seit 1978 ist das Land eine Sozialistische Präsidial-Republik.

Wirtschaft

Die Arbeit in der Landwirtschaft ist die Hauptbetätigung der Bevölkerung, Reis ihre Hauptnahrung. Tee, Kautschuk und Kokosnüsse sind die wichtigsten Exportprodukte. Die größte Rolle spielt dabei der Tee, der bis in eine Höhe von 2.250 m angebaut werden kann. Die Industrie steht noch am Anfang ihrer Entwicklung.

Religion

In Sri Lanka leben Angehörige mehrerer Religionen, wobei die Aufteilung in religiöse Gruppen der in ethnische entspricht. Die wichtigste Religion ist der Buddhismus (70 Prozent der Bevölkerung) Vor allem Singhalesen vertreten diesen Glauben, der mit Ihnen schon im dritten Jahrhundert v. Chr. nach Sri Lanka kam. 15 Prozent sind Hindus (vor allem Tamilen), jeweils etwa sieben Prozent der Bevölkerung sind Katholiken und Muslime.

Vegetation

Sri Lanka ist ein Land voller natürlicher Reichtümer. Es gibt wertvolle Nutzhölzer wie Eben-, Teak- und Satinholz, Kalamander-, Mahagoni- oder Tamarindbäume.
Den Singhalesen war schon lange bewusst, wie wichtig die Erhaltung der Wälder für die Ökologie ist. So wurden riesige Teile der Wildnis als Reservate zum Speichern von Regenwasser geschützt. Einige der alten Reservate wie der Udawattekele-Park in Kandy oder das Sinharaja-Regenwald-Reservat existieren heute noch.
Von März bis Mai beginnen zahlreiche Bäume zu blühen. Man sieht auserlesene Orchideen einschließlich seltener endemischer Arten wie der hellvioletten Vesak-, der gelben Narzissen-, der Primel- und der Anuradhapura-Orchidee. Für Botaniker ist Sri Lanka ein Land des Reichtums, in dem man seit über zwei Jahrtausenden den Bodhi-Baum verehrt, den ältesten historisch dokumentierten Baum der Welt. Und in dem viele Pflanzen wegen ihrer heilenden Kräfte für die einheimische Medizin geschätzt und gesammelt werden. Berühmt ist Sri Lanka auch für seine Gewürze - Zimt, Nelke, Muskatnuss, Kardamon, Pfeffer, Vanille und Zitronella, die alle reichlich in den Feuchtgebieten der Ebenen und im Bergland wachsen.

Tierwelt

Die buddhistische Lehre, die einen freundlichen und mitfühlenden Umgang mit allen Lebewesen predigt, führte dazu, dass auf der Insel der erste Wild- und Naturschutzpark der Welt entstand. Er geht auf das 3. Jahrhundert v. Chr. zurück.
Heute hat Sri Lanka zwei große Nationalparks: Wilpattu (nördlich von Colombo) und Ruhunu (südlich von Colombo). In beiden leben Elefanten, Leoparden, Bären, Büffel, Stachelschweine, Ameisenbären, Zibetkatzen, Schakale, Mungos und viele Affenarten sowie Herden von Rotwild und Wildschweinen. Obwohl die Zahl der Elefanten durch die fortschreitende Zerstörung ihrer Lebensräume stark reduziert wurde, können nach wie vor große Herden in den Nationalparks beobachtet werden. Ein Schutzgebiet, welches für seine vielen Elefanten berühmt, ist Gal Oya.
Die Vogelwelt ist sehr vielfältig. Viele Vögel findet man sowohl in den Nationalparks als auch in den Vogelschutzgebieten in Wirawila (bei Yala) und Kumana (bei Gal Oya). In Sri Lanka sind 242 Schmetterlingsarten zu Hause, von denen die meisten am Fuß der Berge zu finden sind. Sechs Arten leben sogar in einer Höhe von über 1.200 m.

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Dubai, Madinat Jumeirah

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