Dodekanes/Südsporaden
Dodekanes - "Die Zwölfer"
Griechisch "dodeka" heißt übersetzt "zwölf" - gemeint sind also die „zwölf Inseln", allerdings nur die größeren und touristisch erschlossenen. Insgesamt umfassen die Dodekanes mehr als 200 Inseln und Inselchen, davon etwa 20 bewohnt.
Erst 1984 wurden sie offiziell von Griechenland zurückgekauft.
Am besten erschlossen und damit bekannt sind Rhodos im Südosten und Kos - beide mit Flughafen. Die Namen weiterer Inseln: Astipalea / Stampalia, Karpathos, Kassos, Kastelorizo, Kalimnos, Leros, Lipsi, Nisyros, Patmos, Simi, Tilos.
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Astypalaia/Stampalia
Die 97qkm Astypaleas (selten auch Stampalia genannt) bestehen aus zwei Inselteilen, durch eine 105 m breite Landbrücke miteinander verbunden.
Die Inselhauptstadt Astypalea ("alte Stadt") ist von vielen Kapellen umgeben, ihre antiken Ursprünge belegen Tempelfundamente. Die Außenmauern ihrer kleinen weißen Häuser sind Teil der venezianischen Festungsmauer.
Sehenswert: Panagia-Portaitissa-Kirche (18. Jh.)
Höchste Erhebung: 482m
So erreichen Sie die Insel: Innergriechischer Flughafen, Fähre Piräus, Rhodos, Kos, Heraklion, Santorin.
Kalymnos
Die mit 111 qkm relativ kleine Insel mit ihrer ursprünglichen und lauten Hauptstadt Pothia ist überwiegend schroff und unfruchtbar und bekannt als Insel der Schwammtaucher. Sie besitzt eine eindrucksvolle Hafenanlage, prächtige Herrenhäuser und prunkvolle Kirchen, vielen Statuen ("Nisi ton Agalmaton": Insel der Statuen) .
Die Insel Telendos an der Westküste wurde im 6. Jh. bei einem Erdbeben von Kalymnos abgetrennt.
Sehenswert: Die ehemalige Inselhauptstadt Chorio mit mittelalterlicher Burg und der Ruine einer Christuskirche (4. Jh.), die byzantinische-fränkische Burg Pera Kastro an der Straße nach Pothia, mykenisches Kuppelgrab, Tropfsteinhöhlen Kefala und Tripa Kefalas im Südwesten (Boot 35 Minuten), Treppenhöhle bei Skalia, Kurort Therma mit Heilquellen bei Pothia.
Strände: Linaria, Platis Gialos, Mirties und Massouri (Westküste), Ormo Akri und Bathi (Ostküste)
Höchste Erhebung: 678m
So erreichen Sie die Insel: Fähre nach Kos, Chios, Lesbos, Limnos, Naxos, Paros, Piräus, Karpathos, Leros, Patmos, Rhodos und Tilos.
Karpathos und Kassos
Das bergige Karpathos, zweitgrößte Insel der Dodekanes und relativ „touristenarm", verbindet mit Kassos die Dodekanes mit Kreta. Im flachen Süden liegen die meisten Dörfer und die Hauptstadt Karparthos (auch Pigadia) - neben dem Badeort Amoupi, Finiki und Arkassa der Touristen-Treffpunkt.
Typische Inseldörfer: Piles, das Bergdorf Othos, Messohori, Olimbos (im 15. Jh. als befestigte Siedlung angelegt).
Sehenswert: Südwestlich von Pigadia das mittelalterliche Menetes, Ruine einer frühchristlichen Basilika bei Arkassa (das antike Arkesia), Kyra Panagia an der Ostküste.
Strände: Apella (Ostküste), Finiki (Westküste), Lekos, und an der Südküste.
Höchste Erhebung: Kali Limni (1.214 m)
So erreichen Sie die Insel: Flughafen, Fähren von Piräus, Kreta, Rhodos, Santorin.
Auf der kleinen Insel Saria vor der Nordspitze Karpathos findet man bei Palatia Reste der antiken Stadt Nisyros.
Die Insel Kassos mit Inselhauptstadt Fry liegt 8km südlich von Karpathos mit den Klöstern Agios Mamas und Agios Georgios Chadion, Höhle Hellenikomara.
Schöne Strände gibt es auf der vorgelagerten Insel Armathia.
So erreichern Sie die Insel: Flugzeug innergriechischen ab Athen, Kreta, Rhodos und Karpathos. Fähre ab Piräus, Sitia (Kreta), Chalki, Karpathos und Rhodos.
Kastelorizo
Das mit 9qkm recht kleine Kastellorizo, 3km vor der türkischen Küste, ist die östlichste Insel der Ägäis und muß über große Entfernungen versorgt werden. Wie der Hafen von Megisti ist die ganze Insel fast verlassen. 1920 von Italienern besetzt, 1943 von britischen Truppen evakuiert, gehört Kastellorizo seit 1948 wieder zu Griechenland.
Der heutige Name „Kastellorizo“ entstand während der Kreuzzüge wegen der roten Felsen "Castel Roso" mit dem Kastell.
Sehenswert: Hafenkastell (14. Jh.) von Johannitern auf den Ruinen einer antiken Burg errichtet, blaue Grotte (Parasta-Seegrotte) im Südosten, Klosterfestung Agios Georgios (militärisch genutzt).
Strände. Inseln Ro und Strongili (5 Seemeilen vor Kastellorizo)
So erreichen Sie die Insel: Innergriechischer Flughafen, Fähre von Piräus, Kos und Rhodos.
Leros
Nur durch eine Meerenge von Kalymnos getrennt liegt Leros, unverfälscht, fruchtbar und mit einer zerklüfteten Küste, vielen kleinen Buchten und Kiesstränden. Unterhalb der Inselhauptstadt Platanos liegen nah aneinander die Küstendörfer Agia Marina und Pandeli. Der Hafen Lakki liegt an einer tiefen geschützten Bucht und ist einer der größten Naturhäfen des Mittelmeers.
Sehenswert: Oberhalb Platanos ein ursprünglich byzantinisches, später von Johannitern ausgebautes Kastell.
So kommen Sie auf die Insel: Innergriechischer Flughafen, Fähre von Kalymnos, Piräus, Patmos, Kos und Rhodos.
Kos
Kos, drittgrösste Insel der Dodekanes, gilt als die Insel des Hippocrates, dem Vater der Medizin, die erste Ärzteschule der Welt wurde hier gegründet.
In Kos-Stadt mit Minaretten zwischen blauen Kirchenkuppeln - im Nordosten der Insel in einer flachen Bucht gelegen - ist meist Trubel, Ruhe herrscht in den malerischen Orten im Hinterland.
Sehenswert: Johanniter-Burg am Hafen Mandraki (13. Jh.) und Ausgrabungen aus klassischer, hellenistischer und römischer Zeit, Reste der Befestigungsmauer, zwei Tempel (Aphrodite, Herakles), Tempel des Asklepeios mit der Stoa, Burgen und Kirchen bei Pili, Thermes mit seinen Heilquellen, Fischerdörfer Tingaki und Marmari, bei Kefalos (Südwesten) Ruinen der antiken Inselhauptstadt Astypalaia.
Strände: Lambi, Agios Fokas, bei Kefalos, bei Kamari.
Höchste Erhebung: Dikenos (846 m)
So erreichen Sie die Insel: Flugzeug, Fähre ab Piräus, Kalymnos, Tilos, Nissyros und Leros.
Von Kos aus zu erreichen: Die kleine Insel Pserimos in Richtung Kalymnos mit einem extrem flach abfallenden Sandstrand, gut zu überschauen von einer der Tavernen, keine Autos.
Lipsi
Die 16qkm kleine Insel mit Hauptstadt Lipsi liegt in einer Gruppe kleiner Inseln zwischen Patmos und Leros und verfügt uber einen sicheren Naturhafen. Lipsi ist kahl und schroffe mit Olivenhainen, Feigenbäumen und Weingärten fernab der Touristenströme, gut geeignet für Wanderer.
Strände: Lientou, Kampos, Platys Yialos
Sehenswert: Marienkapelle Tou-Harou, Burg am höchsten Punkt der Insel
Sie erreichen die Insel mit der Fähre von Samos und Patmos.
Nisyros
Die fast kreisrunde Insel, zwischen Kos und Tilos gelegen, birgt auf ihren 41qkm den Vulkan Stefano, 250 x 250 und 30m tief (Lakki-Plateau). Inselhauptstadt und Hafen ist Mandraki an der Nordwest-Küste, überragt von einer Johanniterburg.
Sehenswert: Kirche der Schutzheiligen Panagia Spiliani oberhalb von Mandraki, die Heilquellen von Loutra, Vulkan Stefano.
Strände: östlich von Loutra beim Fischerdorf Pali.
Höchste Erhebung: 698 m
Patmos
Das karge Patmos, "Jerusalem der Ägäis" genannt, liegt am nördlichen Ende des Dodekanes und ist eine karge Insel mit Fels und tief ausgeschnittenen Buchten. Zur Zeit des römischen Reiches war Patmos ein Verbannungsort.
Die Inselhauptstadt Patmos (auch Chora) zieht sich einen Hang hinauf, gekrönt von der Klosterburg Moni Agios Ioannis Theologos. Hafenort: Skala mit seinem großen Naturhafen.
Sehenswert: Die Klöster Moni Agios Ioannis Theologos, Panagia tou Apellou und Panagia tou Geraniou. Bootsausflug zu den Möweninseln Glaronissia.
Strände: Psili Ammos, Netia, Diakofti, Agios Theologos, Kambos (Mietboot)
Fährverbindungen von Piräus, Samos, Chios, Lesbos, Kalymnos, Kos, Leros und Rhodos.
Rhodos
Rhodos, die größte Insel der Dodekanes und viertgrößte Griechenlands, verknüpft Orient, Abendland, Antike, Mittelalter und Neuzeit, was die Insel zum einem der interessantesten Ferienziele im Mittelmeer macht. Der Tourismus konzentriert sich überwiegend im Norden der Insel, Inselhauptstadt ist Rhodos-Stadt an der Nordspitze der Insel.
Für das üppige Grün der Insel sorgen sieben Quellen, die im „Tal der sieben Quellen“ nahe Kolymbis entspringen.
Um 300 v. Chr. wurde der 30m hohe "Koloss von Rhodos" - eines der 7 Weltwunder - über der Hafeneinfahrt aufgestellt, eine Bronzestatue des Sonnengottes Helios. 227 v. Chr. zerstört ein Erdbeben Weltwunder und Stadt, 653 n. Chr. lassen Araber die Trümmer einschmelzen.
1912 kommt Rhodos mit den Dodekanes an Italien, erst 1947 fallen die inseln zurück an Griechenland.
Sehenswert in Rhodos-Stadt: Ritterstadt mit 4 km langem Mauerring und Ritterstraße (Odos Ippoton) mit dem Großmeisterpalast (14. Jh.), das Türkische Viertel mit seinen Moscheen.
Das Hafentor in Mandraki-Hafen, Aquarium an der Nordspitze der Insel, Reste der antiken Stadt Rhodos (408 v. Chr. gegründet), Reste eines römischen Aquädukts und antike Grabanlagen im Park Rodini, Kallithea mit seinen Mineralquellen, Burg Ialysos, Lindos mit seiner Akropolis, Schmetterlingstal Petaloudes, Apollontempel bei Kamiros (3. Jh. v. Chr.).
Höchste Erhebung: Ataviros (1.215 m)
Die Insel Halki fünf Seemeilen westlich Rhodos erreicht man mit dem Boot. Die ehemalige Inselhauptstadt Chorio in der Mitte der Insel ist eine Geisterstadt. Die neue Hauptstadt und Hafen Nimborio (auch Chalki) liegt an der Südostküste.
Shenswert: Glockenturm der Agios Nikolaos Kirche in Nimborio (1861), verfallene Burg (15. Jh.).
Strände: Potamos-Bucht
Simi
Symi nördlich von Rhodos, benannt nach der Nymphe Syme, einer Tochter des Poseidon, ist eine verschlafene Indel, auf den ersten Blick steinig und kahl.
Der malerische Hafen von Gialos in der Inselhauptstadt Symi liegt in einer fjordähnlichen Bucht, durchzogen von einem Labyrinth aus schmalen Gassen, über denen die Johanniterburg mit ihrem herrlichen Aublick thront. Die vielen Patrizierhäuser zeugen von der Anwesenheit des Johanniterordens (1373), die Inselhauptstadt Symi steht unter Denkmalschutz.
Sehenswert: Kloster Taxiarchis Michail Panormitis (18. Jh.)
Höchste Erhebung: 616m
Fährverbindungen von Piräus, Kalymnos, Kos und Rhodos.
Tilos
Tilos, ebenfall nördlich von Rhodos, ist eine kleine, ruhige Insel, mit dem Hafen Livadia (touristisch erschlossen), der Inselhauptstadt Megalo Chorio und Erostos an der Westküste. In der Charkadio-Höhle fand man Knochenreste einer prähistorischen Elefantenart.
Sehenswert: Geisterstadt Mikro Chorio, Kloster Pandeleimonas, Agios Antonios.
Höchste Erhebung: 651m
Strände: Livadia, Agios Antonios und Plaka
Fährverbindungen von Piräus, Rhodos, Kos, Kreta, Patmos und Leros.
















